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Regatta

Titelflut bei Deutscher Meisterschaft

Die 96. Deutsche Kanurennsportmeisterschaft in München wird beim Kanu- und Ski- Club Lünen nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Auf der Olympiaregattabahn in Oberschleißheim sorgten die Lüner Kanuten mit neun Deutschen Meistertiteln, zwei Vizemeisterschaften, einer Bronzemedaille und zahlreichen vorderen Platzierungen für das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte.

Acht Lüner Sportlerinnen und Sportler hatten sich insgesamt für die Titelkämpfe qualifiziert. Zur erfolgreichsten Sportlerin der Veranstaltung avancierte einmal mehr Lünens Spitzenathletin Jule Hake, die mit sechs Deutschen Meistertiteln, einer Vizemeisterschaft und einer Bronzemedaille die Vorjahresbilanz noch toppte. Im Einerkajak über 500 Meter, 1000 Meter und 5000 Meter gelang Hake souverän der Sprung auf das oberste Treppchen. Auch die Viererkajaks in der Besetzung Hake,

Lisa Oehl (Essen), Johanna Schimanski (Mülheim) und Jana Unterkötter (Hamm) über 200 Meter und 500 Meter waren nicht zu schlagen und gewannen ihre Rennen deutlich. Einen weiteren Titel gab es für Hake und Oehl im K II über 500 Meter, über 200 Meter kam knapp geschlagen die Vizemeisterschaft hinzu. Als kleines Zubrot startete Hake auch noch eine Altersklasse höher bei den Damen. Im K IV über 500 Meter mit Caroline Arft, Katharina Köther und Anna Kowald (alle Essen) gelang mit Rang drei noch einmal der Sprung auf das Treppchen.

Neben Hake überzeugten auch Lünens Sportlerin des Jahres 2016, Gina Zint, und Thorben Illtz in der Jugendklasse mit drei weiteren Meistertiteln. 

Im K II über 5000 Meter war Zint mit ihrer Partnerin Svenja Hardy (Essen) nicht zu schlagen und gewann überlegen den Titel. Auch im K IV über 500 Meter zusammen mit Hardy, Vanessa Bülow und Neele Gerwin (beide Hamm) gelang es Zint die Deutsche Meisterschaft zu erringen. Aber auch im

Einerkajak war die Lünerin mit zwei vierten Plätzen über 200 Meter und 500 Meter genial unterwegs. Hinzu kamen außerdem zwei sechste Plätze im K II über 500 Meter mit N. Gerwin bzw. Elisa Himmelmann (Wuppertal) über 200 Meter. Aufgrund ihrer Topleistungen erfolgte durch den Juniorenbundestrainer gleich die Nominierung für die Teilnahme an den Olympic Hope Games Mitte September in Tschechien.

Mit Thorben Illtz schaffte ein weiterer Lüner den Sprung auf das höchste Treppchen. Er sicherte sich den Deutschen Meistertitel im Vierer über 500 Meter zusammen mit Jack Gries (Essen), Tom Maaßen (Duisburg) und Niklas Heuser (Oberhausen). Im K I über 200 Meter belegte Illtz den sechsten Platz, über 500 Meter wurde er im B-Finale Achter. Ebenfalls Rang acht kam im Zweier mit Heuser über 1000 Meter hinzu. Pech hatte Illtz mit seinem Vierer auf der Langstrecke. In Füh

rung liegend musste das Quartett aus NRW das Rennen aufgrund eines Steuerschadens in der ersten Wende vorzeitig beenden. Durch die in München gezeigten Leistungen wurde auch Illtz für die Olympic Hope Games nominiert.

In der Schülerinnenklasse A holte Jody Sauerland souverän den Vizetitel im Kajakeiner über 2000 Meter. Außerdem erreichte sie das Finale über 500 Meter, welches sie mit einem starken sechsten Platz abschloss. Marie Allendorf und Katja Finkbeiner belegten auf der 2000 Meter Langstrecke Platz elf im Zweierkajak. Der Viererkajak (500 Meter) in der Besetzung Sauerland, Allendorf, Finkbeiner und Nina Keuper verpasste den Sprung in das Finale. 

Starke Leistungen zeigte auch Luca Jaworek in der Juniorenklasse im Zweier mit Lasse Lausberg (Rheine). In einem beherzten Rennen über 5000 Meter belegte das Duo als stärkstes NRW-Boot einen sehr guten, aber undankbaren vierten Platz. Im Finale über 1000 Meter kamen die Beiden auf Rang neun. 

Die in München erbrachten Leistungen übertrafen die Erwartungen der mitgereisten Verantwortlichen und Schlachtenbummler bei Weitem, sodass die 96. Deutsche Meisterschaft noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nun gilt es aber den Blick nach Südafrika zu richten, denn dorthin ist Jule Hake aufgebrochen um an der Kanumarathon Weltmeisterschaft teilzunehmen. 

SH
Fotos: KSC